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Geflüchtete Frauen kompetent beraten!

Hannover

Rund 40 Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus Arbeitsmarktprojekten sowie Frauen- und Migrationsberatungsstellen nahmen am 12. Juni 2018 an der IQ Fortbildung „Rechtliche Informationen zur Beratung von geflüchteten Frauen“ in Hannover teil. Die Veranstaltung war innerhalb von zwei Tagen ausgebucht, so die Initiatoren.

Geflüchtete Frauen suchen zunehmend Rat zu Fragen der beruflichen Integration und ihren Aufenthaltsperspektiven in Deutschland. Aktuelle Studien zeigen, dass es nach wie vor für geflüchtete Frauen schwieriger ist, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Fehlende Informationen, wenig Wissen über Unterstützungsmöglichkeiten und die Frage der Kinderbetreuung sind dabei die größten Hemmnisse. Oftmals tauchen während der Beratungsgespräche geschlechtsspezifische Fragestellungen durch geflüchtete Frauen auf, die in vielen Fortbildungen nur am Rande beleuchtet werde. Mit der Fortbildung hat das Projekt „Fokus Flucht“ einen ganzen Tag spezifischen rechtlichen Fragen im Kontext der Beratung von geflüchteten Frauen gewidmet. Fragen waren z.B.: Wie sieht der aufenthaltsrechtliche Status bei Familiennachzug aus? Was hat eine Trennung in Deutschland für asyl- und aufenthaltsrechtliche Konsequenzen? Inwiefern spielen berufliche Integrationsleistungen dann eine zentrale Rolle?  Welche Sozialleistungen gibt es, die im Hinblick auf Kinderbetreuung, Schwangerschaft etc. relevant sind. Die Fortbildung bestand aus zwei Teilen. Der Part zu familienrechtlichen und aufenthaltsrechtlichen Fragen wurde von der Hannoveraner Fachanwältin für Familien- und Migrationsrecht Karin Sehr gestaltet. Der zweite Teil zum Thema „Sozialleistung und Arbeitsmarktzugang“ von Claudius Voigt aus dem IQ Teilprojekt in der Trägerschaft der GGUA e.V.

Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine zweite Veranstaltung im Herbst geplant. Auch für diese Veranstaltung gibt es bereits eine Warteliste. „Die hohe Nachfrage macht aber deutlich, dass zu `Frauenfragen' nach wie vor zu wenig Angebote existieren, sowohl für geflüchtete Frauen als auch für Akteure der Arbeitsmarktintegration“, so Hellwig.

www.nds-fluerat.de | www.refugee-women.de

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