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„Vielfalt ist eine Bereicherung für die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt“

Osnabrück

... sagt Christin Kavermann. Die Sozialpolitologin arbeitet seit Ende 2015 im IQ Netzwerk Niedersachsen. Sie gewährt persönliche Einblicke in ihre Arbeit und Ziele als Trainerin im IQ Projekt Diversity Management.

Wie bist du zum IQ Netzwerk Niedersachsen gekommen?

Ich war nach Abschluss meines Masterstudiums „Sozialpolitik“ an der Universität Bremen auf der Suche nach einer Stelle und bin dabei auf die Ausschreibung für das Teilprojekt Diversity Management gestoßen. In meinem Studium habe ich mich viel mit arbeitsmarktpolitischen Themen beschäftigt und mich außerdem zum Zeitpunkt meiner Bewerbung bei einer Studierendeninitiative für Geflüchtete engagiert. Daher war die Stelle für mich sehr interessant. Bereits eine Woche nach meinem Vorstellungsgespräch habe ich dann meine Kolleginnen Yulyane Korkmaz und Idrisia Hamza zu meinem ersten Diversity Training begleitet.

Du arbeitest im Projekt Diversity Management. Was muss man sich darunter vorstellen?

Das Teilprojekt Diversity Management hat das Ziel, die interkulturelle Öffnung von Arbeitsmarktakteuren zu unterstützen. Wir bieten zum einen Trainings und Workshops für Mitarbeitende sowohl der öffentlichen Verwaltung als auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an. Dabei geht es darum, die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeitenden zu erweitern, damit diese mit Unsicherheiten und Missverständnissen im Arbeitsalltag besser umgehen können. Zum anderen beraten und begleiten wir insbesondere KMU bei interkulturellen Öffnungsprozessen.

Was macht deine alltägliche Arbeit aus?

Zu meiner Arbeit gehören zum einen die Koordination und Vorbereitung von Trainings und Workshops. Je nach Bedarf der Auftraggeberin oder des Auftraggebers erarbeiten wir im Team immer wieder neue Trainingskonzepte und probieren neue Methoden aus. Ein weiterer großer Teil meiner Arbeit ist dann natürlich die Durchführung dieser Veranstaltungen. Diese finden meist vor Ort in den jeweiligen Organisationen statt. Da wir in ganz Niedersachsen tätig sind, ist mein Alltag auch durch reisen geprägt. Ich habe schon überlegt, mir ein zweites Standbein als Hoteltesterin aufzubauen.

Was ist für dich besonders wichtig an deiner Arbeit?

Besonders wichtig ist mir, dass wir mit unseren Trainings etwas Positives bewirken und eine Interkulturelle Öffnung in Organisationen anstoßen können. Deswegen legen wir in unseren Trainings viel Wert auf den Austausch in der Gruppe, um immer nah an der Arbeitspraxis der Teilnehmenden zu bleiben. Ich bin davon überzeugt, dass Vielfalt in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt eine Bereicherung ist. Natürlich ist das ein Prozess, der viel Zeit und Engagement erfordert. Aber letztendlich zahlt sich das für alle aus.

Was macht das IQ Netzwerk deiner Erfahrung nach aus? 

Das IQ Netzwerk zeichnet sich für mich durch einen großen Schatz an Wissen und Erfahrungen aus, sowohl niedersachsen- als auch bundesweit. Ich freue mich immer, wenn es Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Teilprojekten oder Landesnetzwerken gibt. So bekomme ich selbst immer wieder neue Impulse, Materialien und Methoden, die ich für meine Arbeit nutzen kann.

IQ Projekt Diversity Management

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