IQ Netzwerk Niedersachsen IQ Netzwerk Niedersachsen
Newsletter 02/2018
13. April 2018
Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“
 

Liebe interessierte Leserinnen und Leser,

hiermit erhalten Sie den zweiten Newsletter des IQ Netzwerkes Niedersachsen im Jahr 2018!

Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen
Ihr IQ Team!

Die Grafik zeigt ein Siegel auf dem steht: "IQ Netzwerk Niedersachsen - Integration bringt und weiter!"

IQ im Gespräch

"Migration bedeutet Wandel."

Die aktuelle Forschung belegt: Migration ist kein Ausnahmephänomen. Wanderungen sind Bestandteil, Ausdruck und Treiber gesellschaftlichen Wandels. Sie gehören zur gesellschaftlichen Entwicklung dazu. Bis heute ist diese zentrale Erkenntnis nicht bei allen angekommen. Immer noch gilt Migration als Ausnahme, als vorübergehende Abweichung vom Normalzustand. Genau das Gegenteil ist der Fall, konstatiert Migrationsexperte Prof. Dr. Andreas Pott. Von einem Ausbau der Migrationsforschung im Land Niedersachsen würde auch die Region profitieren.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

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Interessantes rund um das IQ Netzwerk Niedersachsen

Austausch und Vernetzung im IQ Netzwerk Niedersachsen

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen sowie des Back-Office haben sich auf einem Netzwerktreffen im März auf den neuesten Stand gebracht.

Das IQ Netzwerk Niedersachsen ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Der Vielfalt an Projekten und Mitarbeitenden gerecht zu werden, ist eine große Herausforderung. Aus diesem Grund haben regelmäßige Austauschtreffen der einzelnen Projekte in Niedersachsen Tradition. Im März fand daher nicht nur das Netzwerktreffen aller Back-Office-Mitarbeitenden statt. Es trafen sich auch alle Kolleginnen und Kollegen aus den IQ Beratungsstellen in den Räumlichkeiten der BUS GmbH in Osnabrück. Auf dem Programm stand u.a.:

  • Aktuelles aus dem Netzwerk
  • Vorstellung des neuen Beratungshandbuches
  • Gemeinsames Erarbeiten von Strategien
  • Kollegiale Fallberatung und Absprache von Abläufen
  • Vereinheitlichung des Wissensstandes in der Beratung
  • Austausch mit zwei Anerkennungsstellen

Schließlich ist es nicht nur der reine Informationsgehalt, der die Austauschtreffen so wertvoll macht. Nicht zu unterschätzen ist ihre Bedeutung gerade für die Vernetzung aller Beteiligten, also quasi einer der Grundgedanken des Förderprogramms IQ.

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Brückenmaßnahme MINT - an vier Standorten in Niedersachsen dem Fachkräftemangel wirkungsvoll begegnen

Die Lehrkräfte und Jobcoaches aller MINT Standorte haben sich am 21.03.2018 in Hannover zu einem Erfahrungsaustausch getroffen.

Migrantinnen und Migranten mit einem anerkannten Studium aus dem MINT Bereich können an vier BNW Standorten in Niedersachsen die IQ Brückenmaßnahme MINT für einen zielgerichteten Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt nutzen. Neben sprachlichem Kompetenztraining erlernen die Teilnehmenden methodische Kompetenzen wie Präsentationstechniken oder Grundlagen im Projektmanagement.

Ziel des Treffens war es, Abläufe und Prozesse der einzelnen Standorte zu vereinheitlichen und die Kursangebote inhaltlich und methodisch zu verzahnen. Kristina Gorodetski, Maßnahmemanagerin des IQ Netzwerkes Niedersachsen, erläuterte für die neuen Kolleginnen und Kollegen, an welcher Stelle die Brückenmaßnahme MINT im IQ Netzwerk zu verorten ist und welche Schnittstellen berücksichtigt werden müssen. Am Ende des Tages konnten zahlreiche fachspezifische Fragen geklärt und Erfahrungen in Kleingruppen ausgetauscht werden. Und ein großes Plus haben die Treffen auch: Die persönliche Begegnung erleichtert den standortübergreifenden Austausch im Team für die Einarbeitung und Orientierung erheblich.

Die nächste Brückenmaßnahme für Akademikerinnen und Akademiker aus MINT-Berufen startet am 15.5. in Osnabrück. Es gibt noch freie Plätze! Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Christian Paluch. Weitere Informationen zu der Brückenmaßnahme MINT erhalten Sie hier.

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Gesundheits- und Krankenpflege: Fachkräfte erhalten ihre berufliche Anerkennung in Osnabrück

Erneut hat das IWK ausländische Gesundheits- und Krankenpflegekräfte auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet. Nach einem viereinhalb monatigen Lehrgang erhielten die 11 Teilnehmenden am 29.03. in Osnabrück nun ihre staatliche Anerkennung.

Zum siebten Mal in Folge hat das IWK Delmenhorst als Teilprojektpartner des IQ Netzwerkes Niedersachsen Pflegekräfte aus dem Ausland für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert – wieder mit großem Erfolg. Zusammengearbeitet hat das IWK ebenfalls mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit. Elf Prüflinge, neun Frauen und zwei Männer, nahmen am 29. März im IWK Schulungszentrum in Osnabrück ihre Urkunden als staatlich anerkannte Gesundheits- und Krankenpflegekräfte entgegen. Die Urkunden überreichte ihnen mit viel Lob die verantwortliche Projektleiterin Katja Kalkowski vom IWK.

Zur Feierstunde kamen auch interessierte Gäste. Zahlreiche Angehörige, Kolleginnen und Kollegen sowie Arbeitgeber waren vertreten und gratulierten den Absolventinnen und Absolventen zur beruflichen Anerkennung, u.a. das Klinikum Osnabrück, das DRK Diepholz, das Paulusheim Osnabrück, die Seniorenwohnanlage Möllers Nordhorn und das Marienhospital Osnabrück. Vertreterinnen vom IQ Netzwerk Niedersachsen informierten die Gäste zudem über weitere Förderangebot und neue Kurstermine.

Der nächste Lehrgang in Osnabrück startet am 6. August. Interessierte ausländische Fachkräfte der Alten- bzw. Gesundheits- und Krankenpflege – mit und ohne Beschäftigungsverhältnis in Niedersachsen – können sich noch anmelden. Gute Grundkenntnisse der deutschen Sprache sind neben der einschlägigen Qualifikation im Heimatland eine Grundvoraussetzung, um an der Maßnahme teilnehmen zu können. Der Lehrgang endet mit einer praktischen Prüfung in einer stationären Pflegeeinrichtung nach den Vorgaben des Landesamtes für Soziales sowie mit einer mündlichen Prüfung durch das IWK, das über die bestandene Kenntnisprüfung eine Bescheinigung ausstellt. Auf Grundlage dieser Bescheinigung bestätigt das Landesamt die staatliche Anerkennung zum Führen der Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger/-in“.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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Regionale Vernetzung in Ostfriesland

Die IQ Beratungsstelle Leer lud zum alljährlichen Netzwerktreffen mit regionalen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bereich Migration ein.

Am 20. März 2018 veranstaltete die IQ Beraterin Ilse Varchmin ein regionales Netzwerktreffen. Vertreten waren unter anderem Kolleginnen und Kollegen aus Jobcentern, Kammern, Migrationsberatungsstellen sowie von Bildungsträgern und der Wirtschaftsförderung. Ilse Varchmin präsentierte einen Rückblick auf die Tätigkeiten des IQ Netzwerkes in der Region Ostfriesland. Angeregt diskutiert wurde in den folgenden Stunden über das Thema „Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten“. Beim großen Thema Integration gibt es eben nicht die eine Lösung, sondern viele unterschiedliche Meinungen und Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Wie wichtig in diesem Zusammenhang Netzwerke sind, wurde durch die bereits bestehende Zusammenarbeit der anwesenden Vertreterinnen und Vertreter deutlich.

Alle Beteiligten kamen zu dem Schluss: Integration ist eben ein Marathonlauf und kein 100-Meter-Sprint!

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Schnell und gut: Deutsch habe ich im Betrieb gelernt

Ausländische Fachkräfte zu beschäftigen, ist für Arbeitgeber oft eine Herausforderung. Das niedersächsische Beratungsnetzwerk zur Integration internationaler Fachkräfte will Unternehmen mit passgenauen Sprachlernformaten unterstützen, die „on the job“ die betriebliche Integration beschleunigen.

Berufssprachliche Förderangebote für ausländische Fachkräfte und Betriebe - dieses Thema stand im Mittelpunkt des diesjährigen Auftakttreffens des Beratungsnetzwerkes zur Integration ausländischer Fachkräfte in Niedersachsen, das am 7. Februar in Hildesheim stattfand. Marie Henners, Integrationsbeauftragte der Johanniter Unfallhilfe Hildesheim und Gastgeberin des Treffens, begrüßte rd. 20 teilnehmende Arbeitsmarktakteure aus Niedersachsen, die das Treffen als offenes kostenfreies Forum nuzten, um Erfahrungen und Knowhow auszutauschen.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand das Thema Sprache. Es wurden individuelle Sprachlernformate am Arbeitsplatz vorgestellt sowie Möglichkeiten der betrieblichen Umsetzung und aktuelle Fördermöglichkeiten. „Es ist auf jeden Fall möglich, berufsbezogenes Deutsch individuell im Betrieb zu lernen bzw. zu trainieren. Es ist dabei aber auch wichtig, Führungskräfte, Ausbildende und die Belegschaften darauf vorzubereiten. Wie gut dieses Zusammenspiel gelingen kann, haben wir an konkreten Beispielen aus der Praxis gesehen. Mit diesen Erkenntnissen werden die Mitglieder des Beratungsnetzwerks auf interessierte Unternehmen zugehen“, fasst Marie-Theres Volk das Ergebnis des Treffens zusammen, das sie gemeinsam mit Harm Wurthmann, Geschäftsführer der RKW Nord GmbH, moderierte.

Erste Aktivitäten fanden bereits in den Jahren 2015/2016 statt. Mit dem Start des Projektes am 1. April 2017 und der Förderung durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung soll das Netzwerk zunächst bis Ende 2018 weiterentwickelt werden. Neben der Möglichkeit, sich mit anderen Akteuren auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln, profitieren die Netzwerkpartner von umfangreichen Fortbildungen, Workshops und Beratung durch die RKW Nord GmbH. Alle Angebote sind kostenfrei.

Das Beratungsnetzwerk wird durch die RKW Nord GmbH koordiniert und im Rahmen der Fachkräfteinitiative des Landes durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung gefördert.

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Eröffnung des neuen IBB Standortes Braunschweig - Weiterbildung in toller Altstadtlage

Lange war es geplant, nun endlich ist es soweit - auch in Braunschweig hat das Institut für Berufliche Bildung AG (IBB) einen Geschäftsstandort eröffnet.

Bisher waren für Kundinnen und Kunden der IQ Beratungsstellen der Regionen Ost- und Südostniedersachsen häufig längere Anfahrtswege zum nächstgelegenen IBB Standort oder eine Teilnahme über Viona@Home die einzigen Optionen. Nun können Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim IBB in Braunschweig neben einer fundierten und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmten Weiterbildung zusätzlich durch kostenlose Bewerbungsunterstützung und Personalvermittlung auch das „Rundum-Sorglos-Paket“ für den Neustart ins Berufsleben in Anspruch nehmen. So können sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich erhöhen. Im März starteten gleich vier neue IQ Teilnehmende aus dem Berufsfeld Ökonomie in Braunschweig eine IBB Brückenmaßnahme. Mit einem weiteren Anstieg der Teilnehmendenzahlen in den nächsten Wochen und Monaten ist zu rechnen.

Weitere Informationen zum Angebot des IBB Standortes Braunschweig erhalten Sie hier.

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Neue Beratungsstelle in Celle

Die Volkshochschule Celle berät ab sofort zu Fragen der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse!

Seit dem 1. April 2018 hat das IQ Netzwerk Niedersachsen neben dem neuen Teilprojektpartner VHS Celle auch zwei neue Kolleginnen dazu gewonnen. Lisa Hinkeldey, die bisher als Beraterin in Lüneburg tätig war, berät ab sofort in Celle zu allen Fragen rund um das Thema Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und Qualifizierungsmaßnahmen des IQ Netzwerkes Niedersachsen. An zwei Tagen wird auch eine Beratung in Soltau/Walsrode angeboten. Organisatorische Unterstützung erhält Frau Hinkeldey von Nadine Streu, die im Bereich Back-Office tätig ist.

Wir wünschen den beiden neuen Kolleginnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit!

Die Kontaktdaten der Beratungsstelle der VHS Celle finden Sie hier.

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Fazit Modellprojekt "Virtuelle Sprachqualifizierung für Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen" (MOVIS)

Das Modellprojekt „Virtuelle Sprachqualifizierung für Migrantinnen und Migranten in Niedersachen“ der RKW Nord GmbH erprobte 2016 – 2017 ein Online Sprachlernprogramm im Hinblick auf seine Eignung zur sprachlichen Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten.

Im Rahmen des Modellprojektes wurden kostenlose Lizenzen für das videobasierte Sprachlernportal papagei.com bereitgestellt. Die sprachliche Qualifizierung wurde von 31 Kooperationspartnern in ganz Niedersachsen unterstützt, die das Programm insbesondere Geflüchteten für ein Selbststudium, in einem Präsenzkurs oder in einer berufsqualifizierenden Maßnahme zur Verfügung stellten. „Wir haben das Ziel, 1.025 Lizenzen zu verteilen, erreicht und mit über 1.300 Lizenzen sogar übertroffen“, freut sich die Projektleiterin Kristina Gorodetski.

Das Modellprojekt zeigte, dass vor allem Teilnehmende mit einer höheren schulischen und beruflichen Qualifizierung sowie vorhandener Berufserfahrung das Online-Sprachlernprogramm nutzten, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Migrantinnen und Migranten mit niedrigem Bildungshintergrund waren dagegen meist noch nicht ausreichend mit westeuropäischen Lernformen und dem Umgang mit technischen Geräten vertraut. Von den Kooperationspartnern wurde aus diesem Grund empfohlen, das Programm für diese Zielgruppe niedrigschwelliger anzulegen. Ebenso sei es sinnvoller, digitale Lernprogramme in einen Präsenzsprachkurs einzubinden. „Durch das Modellprojekt wissen wir nun, dass Deutschlernen mit Hilfe eines Online-Sprachlernprogramms zur Zeit hauptsächlich für höherqualifizierte Migrantinnen und Migranten erfolgversprechend ist“, so Gorodetski.

Das Modellprojekt wurde im Rahmen der Fachkräfteinitiative durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung gefördert.

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Neue Kursstarts - Letzte Chance zum Einstieg

Das beliebte Qualifizierungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer des IBB geht in die (vorerst) letzte Runde. C1-Kurs: 22.05.-13.11.2018 & C2-Kurs: 02.07.-08.12.2018

Die Zielgruppe der IQ Qualifizierungsmaßnahme sind Lehrerinnen und Lehrer aus Niedersachsen, die bereits den Antrag auf Anerkennung beim Kultusministerium gestellt haben und bereits über das Sprachniveau B2 bzw. C1 verfügen. Die größtenteils virtuellen Sprachkurse finden mit jeweils 4 Unterrichtseinheiten zwei Mal wöchentlich von Zuhause über die Virtuelle Online Akademie VIONA® des IBB statt und werden durch jeweils zwei Präsenzwochenenden in einem Tagungshotel ergänzt.

Seit 2015 wurden mit dem Teilprojekt bereits 102 Teilnehmende aus 21 verschiedenen Herkunftsländern in bisher fünf Kursen erreicht, von denen 89 Teilnehmende weiblich und 13 männlich sind.

Weitere Informationen zur Qualifizierungsmaßnahme finden Sie hier.

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Fachtagung "Internationale Arbeitskräfte für regionale Arbeitsmärkte" - Strategien, Erfolge, Perspektiven

Anmeldung zur Veranstaltung am 6. Juni 2018 in Hannover jetzt möglich.

Niedersachsen hat einen wachsenden Fachkräftebedarf. Eine Strategie, die offenen Stellen der Unternehmen langfristig zu decken, ist die Ansprache von zugewanderten Arbeits- und Fachkräften. Doch nicht immer fällt es Unternehmen leicht, den Integrationsprozess eigenständig zu gestalten. Die Zielgruppe ist sehr heterogen, die rechtlichen Rahmenbedinungen komplex und das Angebot an Förderinstrumenten schwer zu überblicken. Die Fachtagung soll dazu beitragen, regionale Strategien zu beleuchten, Erfolgsfaktoren zu diskutieren und Perspektiven zu erarbeiten. Sie richtet sich an Mitarbeitende aus Jobcentern und Arbeitsagenturen, aus Fachkräfteinitiativen und Wirtschaftsförderung, an Integrationsmoderatoren und Willkommenslotsen, an Beschäftigte in Bildungs- und Beratungseinrichtungen sowie an weitere interessierte Arbeitsmarktakteure.

Haben Sie Interesse an der Veranstaltung? Dann freuen wir uns über Ihre Anmeldung bis zum 9. Mai. 

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Migrantenökonomie kompakt!

Neue Publikationsreihe der IQ Fachstelle Migrantenökonomie veröffentlicht.

Sie wollten immer schon erfahren, welche Bedeutung die Migrantenökonomie für die Volkswirtschaft hat oder welches Potenzial bei geflüchteten Personen als zukünftige Selbständige vorhanden ist? Die IQ Fachstelle Migrantenökonomie hat eine neue Publikationsreihe, die mit aktuellen Themen rund um das Thema Migrantenökonomie knapp und präzise auf diese Fragen eine Antwort gibt – und das regelmäßig zum ersten Kalendertag eines jeden Monats!

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Nur wer mitmacht, kann gewinnen!

Bewerbungen für den Unternehmerpreis »Wir für Anerkennung« können bis einschließlich 31. Mai 2018 eingereicht werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird zum zweiten Mal gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks Unternehmen für ihr betriebliches Engagement im Bereich der beruflichen Anerkennung auszeichnen. Betriebe, die Fachkräfte bei der Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen unterstützen, können sich bis zum 31. Mai 2018 auf den Unternehmenspreis »Wir für Anerkennung« bewerben. Der Preis richtet sich in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen. Gleichermaßen können sich Großunternehmen und Kooperationspartner mit Erfahrungen, beziehungsweise Ideen zur Berufsanerkennung als Instrument der Fachkräftegewinnung, Personalentwicklung und/oder Mitarbeiterbindung bewerben.

Die Preisträger werden von einer Fachjury ausgewählt und auf der Bundeskonferenz Bildungsmanagement im Herbst 2018 in Berlin feierlich ausgezeichnet.

Alle Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

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Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Das Thünen-Institut veröffentlicht zwei neue Ratgeber für Betriebe und Geflüchtete

Im Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, Thünen-Institut, besteht eine Arbeitsgruppe zum Thema „Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt“. Ergebnis einer deutschlandweiten Befragung von Unternehmen und dort angestellten Geflüchteten sind zwei Ratgeber mit folgenden Titeln:

  • "Flüchtlinge einstellen, Tipps von Unternehmen für Unternehmer"
  • "Arbeit finden in Deutschland - Tipps von Flüchtlingen für Flüchtlinge"

Den Ratgeber für Geflüchtete finden Sie hier sowie den Ratgeber für Unternehmer hier.

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5 Fragen an ...

"Langfristiges Ziel sollte es sein, dass Migration in unserer Gesellschaft so "normal" wird, dass Migrantinnen und Migranten nicht mehr als Sondergruppe wahrgenommen werden"

Andrea Hasheider arbeitet seit über 3 Jahren beim IQ Netzwerk Niedersachsen. Seit Ende 2017 leitet sie das neue IQ Teilprojekt "Faire Integration". Für unseren Newsletter berichtet sie uns von ihren bisherigen Erfahrungen im IQ Netzwerk und ihrem neuen Aufgabenfeld.

Wie bist du zum IQ Netzwerk Niedersachsen gekommen?

Nach Abschluss meines Masterstudiums „Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen“ an der Universität Osnabrück lag es nahe, im Themenfeld Migration und Integration tätig zu werden. Zunächst habe ich dann im Bereich Deutsch als Zweitsprache mit Kindern und Jugendlichen sowie einige Monate im Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit gearbeitet. Die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten gehörte schon während des Studiums zu meinen Interessenschwerpunkten und Anfang 2015 bin ich dann beim IQ Netzwerk gelandet. Ich hatte das große Glück dann zunächst mit meiner ehemaligen Kommilitonin Marie-Theres Volk im Team „Wissensmanagement“ arbeiten zu dürfen. Diese Aufgabe habe ich sehr gerne gemacht, bevor ich Ende letzten Jahres mit „Faire Integration“ ein neues Teilprojekt übernommen habe.

Nun leitest du seit Oktober 2017 das neue Projekt „Faire Integration“. Was verbirgt sich hinter dem Projekt?

Das neue Teilprojekt „Faire Integration“ verfolgt das Ziel, Geflüchtete zum Thema Arbeitsrecht und den Standards auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu informieren. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat dieses neue IQ Teilprojekt ins Leben gerufen, da Geflüchtete überdurchschnittlich häufig von Arbeitsausbeutung betroffen sind und unter unfairen Bedingungen arbeiten (müssen). Gründe dafür sind nicht nur, dass Geflüchtete zum Teil aufgrund eines unsicheren Aufenthaltsstatus leichte Opfer sind, sondern auch, dass sie ihre Rechte in Deutschland oft nicht kennen. Diese Informationslücke soll durch „Faire Integration“ geschlossen werden. Wir möchten die Menschen dazu befähigen, sich für ihre Rechte einsetzen zu können, in dem wir sie aufklären und informieren sowie im Fall von Verstößen individuell beraten.

Wie müssen wir uns deine alltägliche Arbeit (zukünftig) vorstellen?

Meine Aufgaben im neuen Teilprojekt sind sehr vielfältig. Bis Ende 2018 befinden wir uns mit dem Teilprojekt in einer Pilotphase, in der es zunächst darum geht, die Bedarfe in Niedersachsen zu erheben, um aufbauend darauf ab 2019 eine flächendeckende Informations- und Beratungsstruktur in Niedersachsen anzustreben. Da „Faire Integration“ in dieser ersten Phase lediglich mit einer Vollzeitstelle durch mich besetzt ist, bin ich von der konzeptionellen Planung bis hin zur Umsetzung für den gesamten Projektablauf verantwortlich. Zu meinen Aufgaben gehören beispielsweise die Konzipierung und Auswertung einer Umfrage zu bereits bestehenden niedersächsischen Beratungsinstitutionen, die fortlaufende Dokumentation der Bedarfe sowie die Bewerbung der Angebote von „Faire Integration“. Außerdem nehmen derzeit meine eigene Vorbereitung und Schulung für die neue Aufgabe einen wichtigen Teil meiner Arbeit ein. Dies geschieht zum einen autodidaktisch, zum anderen aber auch durch Schulungen, die vom neu gegründeten Team „Support Faire Integration“ und der IQ Fachstelle Einwanderung durchgeführt werden. Zukünftig wird dann auch die Beratung von Geflüchteten zu meinen Aufgaben gehören. Eine weitere wichtige Aufgabe sind die Vorbereitung und Durchführung von Informationsveranstaltungen zu Arbeitsmarktstandards und Arbeitsrechten für Geflüchtete. Diese Veranstaltungen werden mit Partnern in den Regionen bedarfsgerecht geplant und durchgeführt. Interessierte Organisationen oder Institutionen, die mit Geflüchteten zusammenarbeiten, können sich gerne mit mir in Verbindung setzen.

Was ist für dich wichtig bei deiner Arbeit?

Die Themen Arbeitsmarkt und Migration sind meines Erachtens hoch aktuelle gesellschaftliche und politische Aufgaben. Es geht dabei nicht nur um die Schaffung von Chancengleichheit, sondern auch um die Fachkräftesicherung. Diese, an Bedeutung gewinnenden Aufgaben, sind meiner Meinung nach nur durch die Anstrengungen aller Beteiligten zu schaffen. Ich freue mich, ein Teil davon zu sein und so ein Stück weit zum Erreichen eines gemeinsamen Ziels beizutragen.

Was macht das IQ Netzwerk deiner Erfahrung nach aus? 

Das IQ Netzwerk macht für mich besonders seine Flexibilität aus. Durch seine Projektstruktur kann das IQ Netzwerk relativ schnell auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe reagieren und seine Angebote so möglichst zielgruppengerecht anpassen. So ist es ja beispielsweise auch mit dem neuen Teilprojekt „Faire Integration“ geschehen. Außerdem schätze ich den Netzwerk-Charakter von IQ sehr. Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene werden Wissen, Informationen sowie Materialien ausgetauscht. Jeder einzelne muss das berühmte „Rad am Wagen“ nicht neu erfinden, sondern kann von Erfahrungen und Arbeitsergebnissen anderer Netzwerkpartner profitieren. Das macht das IQ Netzwerk meiner Ansicht nach in seiner Arbeit so effizient. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir uns mit unserer Arbeit überflüssig machen. Das mag zunächst überraschend klingen und ist auch sicherlich kein Ziel, das in den nächsten paar Jahren erreicht werden kann. Aber ich denke, langfristiges Ziel sollte es sein, dass Migration in unserer Gesellschaft so „normal“ wird, dass Migrantinnen und Migranten nicht mehr als „Sondergruppe“ wahrgenommen werden, für die eine besondere Beratungs- und Angebotsstruktur notwendig ist. Ich würde mir wünschen, dass es in Zukunft egal ist, wo jemand herkommt, wo er seinen Berufs- oder Studienabschluss gemacht hat und weshalb er/sie in Deutschland lebt.

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Kontakt

 

IQ Netzwerk Niedsersachsen / RKW Nord GmbH
Susanne Strothmann-Breiwe
iqnetzwerk@rkw-nord.de
www.migrationsportal.de
Tel.: 0541/60 08 15 - 20

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Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrung ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (EFS) gefördert sowie durch das Land Niedersachsen kofinanziert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

 

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds sowie durch das Land Niedersachsen kofinianziert.